Zeitgleich mit Verden fand am Samstag, den 02.07.2005 in Sersheim bei Ludwigsburg in Baden-Württemberg die Süddeutsche Meisterschaft der SPI statt. Nachfolgender Bildbericht soll allen Teilnehmern dieses Ereignis noch einmal in Erinnerung bringen und Interessenten einen ersten Eindruck vermitteln, was Schwarzpulverschießen im SPI-Umfeld ausmacht. Ich hoffe, es ist uns gelungen, die Stimmung in Sersheim einzufangen und hier sehr realitätsnah wiederzugeben. Nachstehend der Bildbericht zu Sersheim:

Werner in der Leistungsklasse "moderne Schießsportkleidung"



Wenn es nach der demnächst in Kraft tretenden WaffVwV geht, sind diese Sharps-Patronen bald keine Munition mehr im Sinne des Waffengesetzes, sondern "Ladeadapter" mit gesetztem Geschoss. Wer solche verwendet benötigt dann eine Erlaubnis nach §27 für Vorderlader. Ein Wiederladeschein ist hierfür dann nicht mehr ausreichend, da ja keine Munition mehr im waffenrechtlichen Sinn hergestellt wird, sondern mit losem Pulver unter Verwendung eines Ladeadapters im Sinne des Sprengstoffgesetzes umgegangen wird:



Alexander aus Nürnberg mit seinem Perkussionssharps mit montierter Zieleinrichtung:



Selbstverständlich lies man es sich auch in Sersheim gut schmecken!!!



Auch Robert (links im Bild) und Claus sorgen aktiv dafür, dass nichts kalt wird oder übrig bleibt, was Christine (Mitte) in Ihrer Küche gezaubert hat:



Hier unser jüngstes SPI-Mitglied, der Sebastian mit seiner Mutti:



Werner und Jochen beim durchwischen der Kanone vor dem ersten Schuss:



so sieht die Ladungsmenge für einen Schuss mit der Kanone aus:



Neumitglied Jochen beim Setzen der Kanonenkugel:



kurz nach nach der Schussabgabe:



und solche Löcher hinterlässt Jochen´s Kanone dann auf der Scheibe - und das absolut an der richtigen Stelle...



Von der Kanone zur Luntenpistole. Der Johannes ist mit seiner selbstgebauten Luntenpistole auch nach Sersheim angereist und trifft inzwischen mit der Luntenpistole fast schon so sicher und zuverlässig wie mit einer Perkussionspistole...



Der Schuss mit der Luntenpistole ist raus:



Claus und Melanie: das Auswerteteam in Sersheim.



Siegerehrung ganz im Stil der SPI: ziemlich locker und ungezwungen



Joachim will sich nicht so recht vom (teuren) Pokal trennen und Luntenschütze Johannes (links) denkt sich bestimmt: "Nun gib schon her das Ding...."



Georg hat die Gelegenheit genutzt und hat die Süddeutsche Meisterschaft mit einem Kurzurlaub verknüpft und mit Familie den ein oder anderen Ausflug im Umfeld von Sersheim unternommen. Bei Georg hat die Logistigkette der SPI-Händler wieder bestens gegriffen: Kurz zuvor ist bei Georgs "Pedersoli Le Page" eine Feder gebrochen. Der Jürgen Achenbach (www.vorderlader-shop.de) hat die dann direkt per Post an Robert Supper nach Sersheim gesandt. Als der Georg in Sersheim ankam, war das Ersatzteil schon eingetroffen. Kurze Umbaumaßnahme- und die Waffe war wieder matchtauglich. Klasse Jürgen- prima Service - Danke!!!!



Zwei Graubärte unter sich: links der Achim, rechts der Gründervater der Sersheimer Schwarzpulverturniere: Robert Graubart



Wie der Vater, so der Sohn. Dominik hat das Talent vom Vater (Achim) ganz offensichtlich geerbt:



Und? Gibt es für mich auch was????



Kanonier Mann nimmt seine Ehrenurkunde in Empfang. Für Kanonen hat der Jochen ein besonders glückliches Händchen.



Auch die Damenwelt hat aktiv bewiesen, dass Sie durchaus mit den Männern mithalten kann. Hier Gabi bei der Aushändigung der Urkunde durch Robert:



Ganz zum Schluss noch ein Erinnerungsbild für den Roland Dahlheimer. Wo Roland ist, ist auch der Johannes Forcht nicht weit. Sie ziehen meistens zu zweit los und waren Beide auch in Weinheim bei der SPI-Originalwaffenmeisterschaft mit von der Partie. Johannes und Roland sind so ziemlich die wettkampfaktivsten Schützen in der SPI und dementsprechnd gut sind auch die Ergebnisse die beide immer wieder erzielen:



Zum Gruppenbild ist es dann leider nicht mehr gekommen,weil unmittelbar nach Abschluss der Siegerehrung sich jeder auf den Heimweg machte und mehr als die Hälfte schon zuvor die Heimreise angetreten hat. Das ist jetzt aber nicht im negativen Sinn gemeint, ganz im Gegenteil: Bei der SPI wird jedes Mitglied als mündiger Bürger behandelt. Niemand ist der SPI oder den Ausrichtern gegenüber Rechenschaft schuldig, warum er nicht bis zur Siegerehrung geblieben ist. Die Zeiten haben sich geändert: immer häufiger gibt es parallel zu SPI-Meisterschaften anderweitige und nicht selten auch wichtigere Verpflichtungen als das Verbleiben bis zur Siegerehrung und daher gilt:

Bevor ein Mitglied gar nicht erst zu Meisterschaften anreist, weil es abends aus wichtiger geschäftlicher oder privater Verpflichtung noch einen Grillabend zu organisieren hat oder als Krankenpfleger am Abend bereits wieder Dienst im Krankenhaus hat bzw. als Polizist bereits wieder in der Dienststelle oder in Bereitschaft sein muss, ist es allemal die bessere Variante, nach absolviertem Wettkampf und gemeinsam mit Kameraden eingenommenem Mittagessen wieder rechtzeitig die Heimreise anzutreten, als komplett zu Hause zu bleiben und gar nicht erst zum Wettkampf anzureisen!

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal in Sersheim wenn es wieder heißt

Feuer frei - bei Pulver und Blei!!!

Helmut Leiser
(22.07.2005)